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Versicherungswirtschaft: Viele Kunden wechseln zur Konkurrenz - HUK-Coburg Syndrom?© (Saydam.de ) Raif Özalan, Hamburg
Auch in den Chefetagen misst man dem Problem große Bedeutung bei: 72 Prozent der Fach- und Führungskräfte der Branche werten die Anbieterwechsel als wichtigen Trend. Das ergibt die aktuelle Studie „Insurance Trend" von Steria Mummert Consulting, die in Kooperation mit der Fachzeitschrift „Versicherungsmagazin" durchgeführt wurde. Bereits seit zwei Jahren tobt der Preis- und Servicekrieg unter den Kfz-Versicherern. Zusätzlich drängen neue, branchenfremde Anbieter auf den Markt. So bieten beispielsweise Autohersteller ihren Kunden nicht nur eine klassische Anschaffungsfinanzierung, sondern eine passende Versicherung für den laufenden Unterhalt des Fahrzeugs gleich mit an. Drei Viertel der befragten Versicherer gehen davon aus, dass solche neuen Wettbewerber großen Einfluss auf die Entwicklung ihres Marktes haben werden. Um der Abwanderung zu begegnen, setzen mittlerweile 70 Prozent der Versicherungen die Themen Kundenbindung und Kundenvertrauen (Kundenzufriedenheit) ganz weit oben auf die Agenda. Damit gewinnt dieser Geschäftsaspekt seit anderthalb Jahren stetig an Bedeutung. Hier wird auch am meisten investiert: Mehr als 83 Prozent der Versicherungen wollen das Budget für Kundenbindung in den kommenden zwölf Monaten erhöhen. In andere Unternehmensbereiche wie IT, Produktentwicklung oder Kommunikation wollen dagegen nur 70 Prozent der Assekuranzen investieren. Die aktuelle „Insurance Trend"-Studie von Steria Mummert Consulting entstand im November 2006 in Kooperation mit der Fachzeitschrift „Versicherungsmagazin". Für die Studie wurden 126 Fach- und Führungskräfte aus der Versicherungsbranche in Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt. Die „Insurance Trend"-Studie wird regelmäßig durchgeführt, um Branchentrends kontinuierlich erfassen zu können. Sie bildet das aktuelle Geschäftsklima ab. Als Schwerpunktthema wurden in der aktuellen Umfrage Kfz-Versicherungen untersucht. Billig ist nicht gleich günstig und gut Wer wirklich günstig unterwegs sein möchte, sollte allerdings nicht nur nach billigen Tarifprämien suchen, sondern diese nur als Basis für weitere Verhandlungen nutzen Probleme für Malusfahrer Für chronische Unfallfahrer ist der Verhandlungsspielraum nahe null. Besonders unangenehm für Autofahrer ist die Kündigung im Schadensfall. Ganz im Gegensatz dazu stehen die Wenigfahrer. Was sind aber die anderen Gründe? Versicherungen lassen Geschädigte im Stich? Gerade bei der HUK-COBURG kommt es häufig zu Gerichtsprozessen um das Honorar für die freien Sachverständigen. Doch die vielen Niederlagen beeindrucken die HUK-COBURG wenig. Der Sprecher der HUK-COBURG, Alois Schnitzer, rechtfertigt die Gerichtsverfahren: "Wir wehren uns jetzt eben gegen überzogene Forderungen von Sachverständigen. Und meinen, dies ist unsere Pflicht. Wir tun es im Interesse unserer Kunden, denn mit deren Geldern, mit deren Prämien müssten solche überzogenen Stundenlöhne bezahlt werden." Missbrauch von Versichertengeldern? Ein Prozess kostet meist das Dreifache des streitigen Honorars. So werden die Beitragsgelder der Versicherten durch aussichtsloses Prozessieren verschwendet, befürchtet Elke Weidenbach von der Verbraucherzentrale NRW. Sie vermutet eine Strategie hinter dem Verhalten der Versicherungen: "Die Versicherungsunternehmen benutzen die Versichertengelder nicht, um strittige Rechtsfragen zu klären, die sind ja schon längst geklärt, sondern eher, um die Sachverständigen zu disziplinieren. Und dieses ganze Vorgehen hat schon den Anschein, dass hier Versichertengelder in großem Umfang missbraucht werden.", so in dem Beitrag von Olaf Kumpert, ZDF Frontal21 am 20.02.2007 weiter heißt es: „Herausragend ist da die HUK-Coburg, die bereits im Sachschadenbereich unmöglich reguliert." Die Kfz-Sachverständige sind sich einig: „ Kollegen, lasst uns rechtswidrigen Gaunereien und Irreführungen seitens der Versicherungsbranche weiterhin aufklärend und genauso deutlich begegnen. Denn nur im Schulterschluss können wir gemeinsam etwas bewegen - für den Verbraucher und damit zum Erhalt unseres Berufsstandes" heißt es unter http://www.captain-huk.de . Der Dienstanbieter der Seiten (Von der Regierung von Oberbayern öffentlich bestellter und beeidigter Sachverständiger für Kfz.-Sachverständigenhonorare) wurde bereits mehrfach anonym bedroht, die Seiten einzustellen. Weitere Informationen: front_content.php?idcat=5&idart=127 Zur Beachtung: Dieses Manuskript ist urheberrechtlich geschützt. Der vorliegende Abdruck ist nur zum privaten Gebrauch des Empfängers hergestellt. Jede andere Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtgesetzes ist ohne Zustimmung des Urheberberechtigten unzulässig und strafbar. Insbesondere darf er weder vervielfältigt, verarbeitet oder zu öffentlichen Wiedergaben benutzt werden. |
Katerstimmung bei den Kfz-Versicherern: Viele ihrer Kunden haben erfahrungsgemäß die Jahreswende als Anlass genommen, zu einem günstigeren und guten Anbieter zu wechseln. Mehr als 82 Prozent der Vertriebskräfte glauben, dass dieser Abwanderungstrend anhält und massiven Einfluss auf die Marktentwicklung nehmen wird.